Facebook Like

   

39. Tag 2017

39. Tag

Na ja, es scheint ja heute alles zu klappen. Nach dem Frühstück geht es zum botanischen Garten. Zu so früher Stunde (10.00 Uhr morgens) ist die Fußgängerzone nahezu menschenleer. Nur zwei Touristengruppen haben eine Stadtführung zu Fuß gebucht, natürlich Deutsche! Ich erreiche den Eingang mit etwas Mühe. Zwar bin ich hier mehrmals gewesen und habe geahnt, dass es hier weitergehen müsste, habe aber nicht nachgeforscht.

Der nationale botanische Garten befindet sich unterhalb der Festung, auf der dem Fluss abgewandten Seite. Einer langen Tradition folgend war er ursprünglich der Lustgarten der Burgherren. Ein kleiner Fluss bildet die Achse. Im 18. Und 19.Jahrhundert wurde er schrittweise als botanischer Garten umgebaut. Für den Eintritt von nicht einmal einem Euro könnte man nicht viel erwarten, aber es kommt anders. Gut angelegte Rabatte, gut gepflegte Bäume und überall Arbeiter, die die Anlagen in Ordnung halten. Themengärten finden sich genauso wie Gewächshäuser für tropische Pflanzen oder  Heilkräuter. Doch, es lohnt sich hier einige Stunden zu verbringen. Wer möchte kann mit der Seilbahn von der Stadt aus zur Festung fahren und dann an einem Seil auf der anderen Seite in den botanischen Garten sausen. Einige junge Leute nehmen diesen Spaß gerne wahr!

Ich bin mit Jörg verabredet. Es hat mich sehr gereizt, diesen Mann kennenzulernen. Im Gespräch erfahre ich, dass dieses es nicht sein erster Trip ist. Bereits einmal ist er 4 Jahre durch die Welt gezogen. Nach einem kurzen Intermezzo in Deutschland zog es ihn wieder hinaus. Seit 7 Jahren ist er nun wieder unterwegs und beabsichtigt demnächst nach Deutschland zu kommen. Mit seinem Einkommen von 300 Euro monatlich, das er aus einer Opferentschädigungsrente bezieht, und einigen Gelegenheitsarbeiten finanziert er seinen Lebensunterhalt. Wir sind gleichaltrig und haben in Schwerin gelebt. Sehr lange und intensiv quatschen wir in einem Parkcafe. Irgendwann verabschiede ich mich um nicht zu versacken. Es haben sich zwei Ossis getroffen, die raus wollten. Jeder hat es auf irgendeine Weise geschafft. Aber jeder hat schwere Kompromisse machen müssen. Alles Gute ist nie beisammen!

Eigentlich sollte am Abend noch ein Meeting stattfinden. Aber beide Seiten schienen nicht das nötige Interesse zu haben. Also sitze ich eine Zeitlang unschlüssig im Hotel herum. Für morgen ist alles geregelt, das ist die positive Nachricht. Als Berufspessimist füge ich hinzu: mal sehen, welche Probleme sich ergeben werden!

   

Visitors Counter

165265
HeuteHeute19
GesternGestern56
Diese WocheDiese Woche477
Dieser MonatDieser Monat2544
20132013165265
US
UNITED STATES
US

This page uses the IP-to-Country Database provided by WebHosting.Info (http://www.webhosting.info), available from http://ip-to-country.webhosting.info