Facebook Like

   

1. Tag 2017

Unspektakulär beginnt diese Reise. Ich werde freundlich zum Flughafen gebracht. Auf der Fahrt mache ich einen Chek und stelle fest, dass ich Nichts Wesentliches vergessen haben könnte. Die Zeit auf dem Flughafen vertreibe ich mir mit einem Roman. Es ist der erste Roman nach über 20 Jahren den ich lese. Inhaltlich eher unspektakulär, literarisch ein Meisterwerk. Bei der Auszeichnung des Schriftstellers war ich dabei, ein symphatischer Typ –Revoluzzer und Anecker! Die Schlange am Gepäckschalter ist sehr lang und ich habe Probleme rechtzeitig vor Schalterschluss abgefertigt zu werden. Der Kontrolleur runzelt die Stirn: 23,5 kg mithin 0,5 kg zu viel. Nach der Sicherheitskontrolle habe ich viel Zeit. Besonders dann, als durchgesagt wird, dass der Flug sich um ca. 1 Stunde verspätet. Das Unwetter, welches gestern über Berlin war, ist in Warschau angekommen. Der Zwischenaufenthalt dort sollte 1,5 Stunden betragen, bevor es nach Tibilissi weitergeht. (Ich benutze gerne die Aussprache und Schreibweise, wie ich sie in der Schule gelernt habe). Endlich trifft die Propellermaschine ein. Genau mit einer Stunde und 5 Minuten Verspätung heben wir ab. Als wir über Lübeck fliegen, sind wir in den Wolken. Ich kann aus dem Fenster aber die Feldberger Seenplatte entdecken. Zu trinken an Board gibt es Wasser, Speisen müssen gekauft werden, kostenlos ist nur der Keks-Riegel. Vor Schreck streikt meine teure Funk-Armbanduhr. Sie bleibt einfach stehen.

Hektik im Flughafen Warschau. Obwohl ich mich im Transit befinde muss ich nach dem Durchqueren des gesamten Flughafengebäudes nochmal Sicherheitscheck und Passkontrolle über mich ergehen lassen. Die Beamten mahnen zur Ruhe. Endlich finde ich das Abflug-Gate. Auch dort entspannte Ruhe, obwohl der Abflug vor 5 Minuten stattfand, denn auch hier hat sich alles um eine Stunde verschoben.

In der Boing 737 nach Tiblissi habe ich einen Platz am Gang. Heißhungrig kaufe ich einen Snack und ein Getränk, eine weise Entscheidung, denn das kostenlose Wasser gibt es erst nach über eine Stunde an Board. Gerade will ich ein wenig schlafen, da gehen wieder einmal alle Lichter an. Obwohl wir um 5 Uhr ankommen sollen, sind wir bereits um 3 Uhr da. Tja, so ist das nun einmal mit der Zeitverschiebung. Meine Uhr hat sich um Mitternacht synchronisiert und läuft wieder. Der Flughafen ist nur unwesentlich größer als der in Lübeck. Total überfordert sind die Beamten, denn mit uns ist ein anderer Großraum-Flieger mit voll verschleierten Frauen und ihren männlichen Begleitern gelandet. Man sieht es den Gesichtern der Beamten an, dass sie diese Situation nicht jeden Tag haben. Es ist 6.00 Uhr Ortszeit, als ich mich auf dem Weg zu meinem Motorrad mache. Zum Lesen bin ich zu übermüdet und einen Platz zum hinkauern finde ich nicht.

0 Epilog 2017

Epilog

 

Also sitze ich hier und harre der Dinge die da kommen sollen. Es ist Sommer, bei 17-20 Grad und Nieselregen. In wenigen Stunden startet das Flugzeug.

„Fahr vorsichtig“ waren die intelligentesten Sprüche in der letzten Zeit. „Fahr Vorsichtig“ hat auch immer meine Mama gesagt. „Fahr vorsichtig“!

Die Türkei habe ich gemieden, deshalb fliege ich nach Tiblissi/Tiflis. Mal was Neues, mal was ausprobieren. Ob es der Höhepunkt sein wird oder der Beginn für etwas Neues, das werden wir im Nachhinein entscheiden. 5,5 Wochen allein in Ländern, deren Sprache und Schrift unbekannt ist – das ist schon mal eine Herausforderung. Die Vorbereitungen hierzu gingen gegen Null. Die Bücher, die ich mir gekauft habe, habe ich aus Zeitgründen bis heute nicht lesen können. Ich bin ja Lehrer, und Lehrer machen Nichts – so sagt immer meine Nichte. Nun gut – dann ist es eben so!

Der Koffer ist dick und rund, obwohl er die 23 kg noch nicht hat. Aber mehr geht nicht hinein. Vieles muss ich wieder einmal hier lassen und bedauere, dass ich nicht noch mehr mit dem Motorrad vorausgeschickt habe. Die andern Vorbereitungen hatte ich relativ gut bewältigt. Das Interview beim offenen Kanal war gut. Und auch sonst meine ich alles Notwendige organisiert zu haben. Ich werde berichten!

Das Budget ist eng. 50 Euro pro Tag läppern sich schnell zusammen. Darin enthalten sind Ersatzteile, Reparaturen, Hotel, Verpflegung und Sprit. Mein „Sparschwein“ musste daran glauben und wurde geschlachtet. Eigentlich war das Geld für ein neues Motorrad gedacht, aber irgendwie klappen in diesem Sommer die Finanzen nicht. Aber je ener das Budget, desto größer der Spaß!

Man möge mir verzeihen, dass ich nicht auf whatsapp berichte, aber ich kann nicht alles auf einmal leisten. Ich werde auf facebook und auf milbrod.de berichten.

Na denn, auf Wiedersehen! Irgendwann – irgendwie!

   

Visitors Counter

165265
HeuteHeute19
GesternGestern56
Diese WocheDiese Woche477
Dieser MonatDieser Monat2544
20132013165265
US
UNITED STATES
US

This page uses the IP-to-Country Database provided by WebHosting.Info (http://www.webhosting.info), available from http://ip-to-country.webhosting.info