Heute ist sightseeing angesagt. Also früh los, damit wir vor den Massen vor Ort sind. Wir entdecken Phnom Penh City; die Hauptstadt liegt dort, wo die vier Arme des Mekong-Flusses Chaktomuk aufeinandertreffen. Phnom Penh ist seit mehr als 600 Jahren die historische Hauptstadt nach Angkor. Wir besichtigen den Königlichen Palast, der 1866 erbaut wurde, und die Silberpagode besichtigen, welche sich inmitten der Palastanlage befindet. Ein Großteil der dort ausgestellten Schätze sind Gaben des Königs von Kambodscha. Unter den Schätzen befindet sich ein massiver Gold-Buddha, der 90 Kilogramm wiegt und mit 9.584 Diamanten besetzt ist, die man aber nicht sieht. Außerdem gibt es dort einen kleinen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Buddha aus Smaragden, die man auch nicht sehen kann. Ausserdem gibt es dort einen kleinen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Buddha aus Smaragden und Baccarat-Kristallen, das grünem Glas sehr ähnlich sieht.
Ist schon interessant, besonders die „Franzosenzeit“ zwischen 1830 und 1930. Damals war Frankreich noch eine Schutzmacht für das selbstständige Khmer-Reich. Danach besuchen wir das Nationalmuseum, welches zwischen 1917 und 1918 errichtet wurde, und das exklusiv den Khmer-Künsten gewidmet ist. Dort werden zahlreiche Artefakte aus Sandstein, Bronze, Silber, Kupfer, Holz, Keramik und anderen Materialien sowohl aus der Prä-Angkor- als auch aus der Angkor-Periode ausgestellt, gebaut von den Franzosen! Weiter geht es nach Wat Phnom, eine uralte Pagode, die auf der Spitze eines Hügels steht. Wat Phnom wurde 1372 von einer wohlhabenden Khmer-Frau namens Penh erbaut, um heilige Reliquien zu beherbergen. Hier finden wir auch das Wappen-Symbol Kambodschas. Anschließend laufen wir über den Russischen Markt. Er wurde in den 1980er Jahren gebaut und spiegelt einen herrlichen kolonialen Architekturstil wider. Benannt wurde er nach den zahlreichen Russen, die hier in den 1980-iger Jahren nachdrücklich und bis heute im Gedächtnis bleibend eingekauft haben.
Am Nachmittag besuchen wir Tuol Sleng, eine historische Schule, welche während der Roten-Khmer-Ära als Gefängnis genutzt wurde. Heute ist sie eine Gedenk- und Erinnerungsstätte.
Es ist der letzte Abend in Kambodscha. Das noble Thai-Restaurant, in dem viele Chinesen und gut betuchte Touristen absteigen, behagt uns und unserem Geldbeutel nicht. 



